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Maureen Havlena probt 'Verschwunden' (Premiere 11.01.2018) amTheater Bonn

von Kerstin Knudsen

Hans und Grete, zwei Geschwister, deren Leben sich schlagartig änderte, als ihre Mutter starb. Zwei Geschwister, die zusammenhalten müssen, seitdem ihre Stiefmutter in ihr Leben trat. Hans hat gelernt, dass er nicht mehr in die Schule gehen kann, sondern arbeiten muss, um seiner kleinen Schwester ein bisschen mehr Leben finanzieren zu können. Er stiehlt sogar für sie. Grete hat gelernt ständig zu lächeln, um niemandem zu zeigen, wie traurig sie in Wirklichkeit ist. Als eines Tages der Vater seinen Job verliert, sieht die Stiefmutter all ihre Hoffnungen auf ein besseres Leben dahin schwinden. Dumm ist sie aber nicht, ein neuer Plan ist schnell geschmiedet: Ihr Cousin soll Grete entführen, die Beute wird geteilt.

Der Autor Charles Way erzählt mit Verschwunden eine spannende und gut gebaute Geschichte um Vernachlässigung, Gier und Überforderung, ohne dabei in Betroffenheit oder Klischees zu versinken. Zugleich zeigt er die Stärke, den Mut und die Zuneigung zweier Geschwister, die füreinander der einzige und wichtigste Bezugspunkt sind. Er schafft es, das altbekannte Märchenmotiv um Hänsel und Gretel in die Handlung einzuweben, primär jedoch seine eigene Geschichte spannend und vielschichtig zu erzählen. Maureen wird in der Rolle der Mutter zu sehen sein, Regie führt Theo Fransz. Mehr Infos und Karten hier

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